Genf












 

BIOGRAPHY
GENF aus Köln sind: Oliver Brand (Schlagzeug, Elektronik), Olaf Karnik (Gitarre) Jens Massel (Elektronik). Oliver Brand spielte vorher in diversen Indie-Rockbands (u.a. WEITER und ELEKTRO). Olaf Karnik arbeitet seit 11 Jahren als DJ (SHACK ATTACK, SOUND GALLERY, ehemals SOULFULL SHACK). Jens Massel veröffentlicht unter dem Namen KANDIS elektronische Musik in Richtung Ambient.
GENF spielen Instrumentalmusik, die sich im weiten Feld zwischen Ambient, Funk, Indie und Techno positioniert. Dabei geht es GENF um die Verbindung zwischen analogen und digitalen Klangerzeugern – deswegen gehören die Gitarre und das Schlagzeug genauso zum Instrumentarium wie Samples und Synthesizer. Elektronische Präzision ist ebenso ein Ziel wie „suspense“ in Jam-Sessions.
Nachdem im Januar ’97 das Vinyl-Debut „rohgenf“ auf dem Kölner Kult-Label FINAYSON (u.a. Kreidler, Workshop, Biegen) erschienen ist, veröffentlichen GENF nun die CD „Import/Export“, sowie eine Remix-12-Inch auf Compost Records. Noch unter Mitwirkung des Bassisten Ralph Obermauer (Ex-SUPREME MACHINE) wurde das Album in den legendären Can-Studios (Ton: René Tinner) in Weilerswirst aufgenommen und dokumentiert die erste Schaffensphase von GENF.
Stücke wie „Al Green“, „Medienporno“, „Aachen-Brüssel“ und „Stockholm 13h“ repräsentieren GENF als „klassische“ Band und sind noch stärker an konventionellen Song-strukturen orientiert, während digital bearbeitete Titel wie „Softdrinks“, „Luftlax/Postlaxs“ oder „Hermann“ eine offenere Struktur aufweisen: hier geht es um Sounds, Intensitäten, Verdichtung.
Das Prinzip „analog meets digital“ wird im Titelstück „Import/Export“ besonders deutlich: hier jammt die Band über einen Loop, der wiederum von ihr selbst stammt. GENF kommen rein in den Groove, verlassen ihn wieder und stricken das Muster weiter, bis es sich schließlich auflöst und einer anderen Ordnung weicht. Vorläufigkeit, Variation, Veränderbarkeit – in diesem Sinne verstehen GENF auch ihr Produktionsprinzip. Es geht darum alle Quellen und Mittel zu nutzen: die Spontaneität von Jam-Sessions, die Direktheit des Home-Recording sowie die digitale Postproduktion.
Freestyle Electronica, Post-Rock, Dance-Music: das Projekt GENF findet seine Platz zwischen den Stühlen. „Im Bewußtsein dieser Tatsache beharren GENF daher auf dem momentanen Flüchtigen in ihrer Musik, die weniger einen Standpunkt formuliert, als einen Lernprozeß dokumentiert.“ (Stadtrevue, Köln).
Stilistische Offenheit als Prinzip – da sind House- und Disco-Remixes eines Tracks wie „Aachen-Brüssel“ (u.a. von Hans Nieswandt/ René Tinner) auf der Compost 12-Inch eine selbstverständliche Sache, denn GENF spielen sowieso lieber in der Disco als auf Rockfestivals, was aber nicht heißt, daß GENF live nichts zu bieten hätten, im Gegenteil…!

 

FURTHER
Discogs